VfL Bochum hat am 2. Mai einen schweren Rückschlag erlitten, als Maxi Wittek (30) nach einem Zweikampf mit Monju Momuluh (Bielefeld) das Spielfeld verlassen musste. Der linke Oberschenkel entwickelte ein Kompartmentsyndrom, das beinahe zu einer Amputation führte. Dank schneller ärztlicher Intervention blieb das Bein erhalten und Wittek ist bereits nach sechs Wochen Pause wieder im Training.

Was ist passiert?

Während des Duells am 2. Mai traf Momuluh Wittek am Oberschenkel. Zunächst schien es nur eine Prellung zu sein, doch das Bein schwoll stark an und der Druck wuchs. Wittek schrieb seinem Arzt Mark Sandfort, dass er versuchen wolle zu schlafen – ein Versuch, der nicht gelang. Der Schmerz verschlimmerte sich, sodass Sandfort den Spieler sofort in die Bochumer Knappschaft Kliniken schickte. Dort diagnostizierten die Ärzte das seltene Kompartmentsyndrom, das eine Mangeldurchblutung des Gewebes bedeutet.

Wie wurde das Problem gelöst?

Mark Sandfort ordnete eine Not‑OP an. Das Bein wurde komplett aufgeschnitten, um den Druck entweichen zu lassen. Vier Eingriffe folgten innerhalb von zehn Tagen: die erste OP, ein zweites Mal das Schließen der 21 cm langen Narbe (17 Stiche) und ein drittes Mal das Öffnen des Oberschenkels, um ein Hämatom zu entfernen. Der Eingriff rettete das Bein und der Muskel blieb unversehrt. Wittek dankte Sandfort für das schnelle Handeln und betonte, dass jede Stunde zu viel das Ergebnis hätte ändern können.

Warum ist das wichtig für VfL Bochum?

Der Klub steht derzeit auf dem 9. Platz in der 2. Bundesliga mit 44 Punkten (11 Siege, 11 Unentschieden, 12 Niederlagen) und hat in den letzten fünf Spielen drei Siege und zwei Unentschieden erzielt – eine aktuelle Dreier-Win-Run. Mit 49 Tor in der Saison und 47 erhaltenen Gegentoren liegt das Team nur 26 Punkte hinter Tabellenführer FC Schalke 04. Der letzte Sieg, ein 2:1 gegen Karlsruher SC am 17. Mai, zeigte die Offensivkraft des Teams. Wittek's Rückkehr könnte die Offensive weiter stärken, gerade wenn das Team im August das Saisonauftaktspiel gegen Hertha Berlin bestreiten will.

Was kommt als Nächstes?

Wittek trainiert bereits mit seinen Teamkameraden und steigert die Belastung. Sollte alles nach Plan laufen, könnte er am 7. August um 20:30 Uhr im Auftaktspiel gegen Hertha Berlin wieder mitspielen. Der Klub hofft, dass die Gesundheit des Spielers das Team weiter nach vorne bringt, während die Fans auf eine erfolgreiche Saison hoffen.

VfL Bochum bleibt im Mittelfeld der Liga, kämpft um Punkte und hofft, dass die Rückkehr von Schlüsselspielern wie Wittek den Unterschied macht.